Innovatives und integriertes Planen und Bauen

Erwin Kneißl, PTD Siemens AG, Frankfurt/Main gibt in seine Beitrag anlässlich des 1. Fachforums TIP-Dialog einen Einblick in die Initiative TIP – Totally Integrated Power.

Im Namen der gesamten Initiative Totally Integrated Power – kurz genannt TIP – darf ich Sie nochmals herzlich zum 1. TIP Dialog RHM begrüßen und dies ganz besonders im Namen des Teams in unserer Region RHM.

Mein Name ist Erwin Kneißl, seit über 30 Jahren mit dem Vertrieb, der Planung und der Ausführung von elektrotechnischen Gesamtanlagen im In- und Ausland beschäftigt. Heute leite ich das regionale TIP Team und bin somit Ihr 1. Ansprechpartner vor Ort.

Das Thema heute ist, Ihnen meine Damen und Herren, die Botschaft von Totally Integrated Power in kurzen Worten präzise und einprägsam zu vermitteln.

* Was verbirgt sich hinter dieser Initiative des Hauses Siemens?
* Wofür stehen diese 3 Buchstaben TIP?

Den Anstoß für die Initiative Totally Integrated Power war die Erkenntnis über ein erhebliches Einsparpotential bei Infrastrukturprojekten, welches bei einem integrierten Planungsansatz mit nachfolgend durchgängiger Technik realisierbar ist. Ganz gleich wer die Anlage errichtet. Von Partnern verschiedener Art in diesem Marktsegment wurde dies bestätigt, wie sich im folgenden leicht erkennen lässt.
Unternehmensstruktur
Das Unternehmen gliedert sich in

* Bereiche
* Regionale Einheiten sowie
* Zentralabteilungen,
* Zentralstellen und
* Gemeinsame Dienste.

Die Bereiche sind in ihren Arbeitsgebieten als Weltunternehmer verantwortlich für ihre Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsaktivitäten sowie für den Geschäftswertbeitrag. Sie führen ihre Geschäfte selbstständig im Rahmen der Unternehmenspolitik und verfügen über die zur Führung ihres Geschäfts notwendigen Ressourcen. Für die Formierung der Bereiche ist nicht die Größe ausschlaggebend, sondern eine möglichst klare Ausrichtung auf Kunden und Technik.

Die Regionalen Einheiten verwirklichen die geschäftlichen Ziele der Bereiche in der Region. Dazu delegieren die Bereiche so viel unternehmerische Verantwortung wie möglich auf die Regionalen Einheiten. In Deutschland wird das Geschäft unter dem Dach der Zweigniederlassungen (ZN) durch die jeweils zuständigen Bereiche geführt. Im internationalen Geschäft gilt der Grundsatz der einheitlichen Vertretung unseres Unternehmens in einem Land. Die Regionalgesellschaften und Repräsentanzen sind unsere Regionalunternehmer vor Ort.

Bei den zentralen Unternehmenseinheiten wird grundsätzlich zwischen Stabsaufgaben und Dienstleistungsfunktionen unterschieden. Die Zentralabteilungen (CF, CP, CT, CD) haben Richtlinienkompetenz, Kontrollpflichten und Koordinierungsaufgaben. Den Zentralstellen (CC, CIO, GPL, ECR, MCP) und Gemeinsamen Diensten sind Aufgaben und Dienstleistungen übertragen, die funktional und/oder regional einheitlich für das Unternehmen wahrgenommen werden. Für die Organisation der Zentralabteilungen und Zentralstellen gilt, dass eine weitestgehende Trennung von Stabsaufgaben und Dienstleistungsfunktionen sowie eine stärkere Fokussierung der Aufgaben zu einer Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten führen.

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr Mit Wirkung vom 1. Dezember 2001 wurden die Zentralstellen e-Business (eB) und Information and Knowledge Management (IK) sowie Funktionen für Supply Chain Management von Global Procurement and Logistics (GPL) in der neuen Zentralstelle Corporate Information and Operations (CIO) zusammengefasst. Außerdem hat die Siemens AG ihren Anteil im Dezember 2001 an der Infineon Technologies AG auf unter 50% reduziert. Damit wird Infineon in der Siemens-Bericht-erstattung nicht mehr konsolidiert.

Wohl wissend, dass das Haus Siemens nicht nur über das gesamte elektrotechnische Produkt- und System – Portfolio für das Infrastrukturprojekt verfügt sondern auch das Know how dazu besitzt und auch in seiner ganzen Breite der technischen Innovation pflegt, sind am 24. Oktober 2003 die drei dafür weltverantwortlichen Bereichsvorstände unseres Hauses in Berlin vor die Fachpresse getreten und haben die gemeinsame Aktion

* der Siemens Energietechnik,
* der Siemens Automatisierungstechnik und
* der Siemens Gebäudetechnik vorgestellt.

In den Begrüßungsworten von Herrn Hönscheidt wurden bereits die Leitbilder des Zentralvorstandes unseres Hauses kurz angesprochen. Diese Leitbilder regeln unser Handeln in allen Bereichen des Unternehmens. Neben allen anderen sind zwei davon für die Initiative Totally Integrated Power besonders zutreffend.
Der Kunde – das Objekt/Projekt mit all seinen Beteiligten – bestimmt unser Handeln. Das Infrastruktur-Projekt erfordert mit all seinen beteiligten Techniken und Partnern einheitliches Handeln und einen koordinierenden Partner.

Unsere Zusammenarbeit kennt keine Grenzen die zweite sehr wichtige Prämisse. Das Infrastruktur-Projekt macht nicht an irgendwelchen heute erkennbaren Regions und/oder Bereichsgrenzen halt.

So nimmt TIP eine zentrale Funktion im Infrastrukturprojekt ein. Die Strategie wird so wie auf dem Bild dargestellt in einem Projekt als projektbegleitende Ganzheitskonzeption umgesetzt.

Das Bild kann auch umgekehrt verstanden werden, wenn man das Projekt zentralisiert und TIP darum herum als runde Projektbegleitung versteht.

Dieses Bild soll Ihnen meine Damen und die technischen Zusammenhänge der elektrotechnischen Ausrüstung in der ganzen Breite auf einem Blick zeigen.

Ich möchte jetzt nicht auf die Details dieser Folie eingehen, obwohl ich es gerne täte, muss ich Ihnen gestehen. Aber lassen Sie mich zumindest auf die 3 wesentlichen technischen Ebenen hinweisen.
1. Als Basis die primäre Energieversorgungseinrichtung von der Einspeisung bis zur Steckdose.

2. Die sekundären, heute ausschlaggebenden, datentechnischen Notwendigkeiten.

3. Die dazu zwingend erforderliche Software Ebene dazwischen, ausgehend von der vorbereitenden Planungssoftware bis hin zur Verbindungssoftware für die 1. und 2. Ebene. Und somit zur Datenbereitstellung aller effizienten Belange des optimierten wirtschaftlichen Betriebs.

Für gezielte Fragen zu diesem technischen Komplex steht das TIP-Team jeder einzelnen Region zur Verfügung.

Information zur Folie: Erkenntnis der wesentlichen Projektpartner der Branche wie GUs, TGUs, etc.

Das technische und wirtschaftliche Optimierungspotential ist in der Planungsphase am größten hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten (Kurve Optimierungspotential).

Eine integrierte Gesamtplanung bedeutet einen etwas höheren Aufwand während der Planungsphase. Der Aufwand bei der Installation und Betrieb kann jedoch deutlich gesenkt werden.

TIP wird mit begleitenden Konzepten bereits in der Projektentwicklung dieses Optimierungs – Potential erkennbar machen und absichern.

Zum einen werden während der Planung komplette Stromkreise berücksichtigt, des weiteren werden die Umgebungsbedingungen der elektrischen Energieversorgung berücksichtigt z.B. Vorbereitung zum Power Management oder Berücksichtigung von zukünftige Erweiterungen. Diese wirkt sich auf die Gesamtkosten (Installation und Betrieb) entsprechend günstig aus.

In vielen Ländern steht das große L auf den Fahrschulwagen und heißt LEARNER Das Große L steht bei TIP auch dafür, nämlich dass wir von und mit unseren Partnern, meine Damen und Herren, lernen wollen und müssen.

Denn die wirkliche Qualität einer Partnerbeziehung zeigt sich in der Fähigkeit sich zu verstehen. Um jedoch verstehen zu können, muss jeder Partner – und das ist meine feste Überzeugung – die Sprache seiner weiteren Partner sprechen, die Denkweisen nachvollziehen und die Philosophie verinnerlichen. Die fachliche Kompetenz ist dabei eine Selbstverständlichkeit.

Danke für geduldiges Zuhören!

Kontakt
Erwin Kneißl
PTD Siemens AG
Rödelheimer Landstr. 5-9
60487 Frankfurt

Fon: +49 (0)69 / 7 97 – 0
Siemens AG
erwin.kneissl@siemens.com