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  • Fritz Vahrenholt und die kalte Sonne

    Redaktion: Norbert Glaser-Flechsenhar

    Der Klimawandel fällt aus bzw. wird erst mal verschoben. Geringere Sonnenstrahlung wirkt der Erwärmung entgegen und so können wir die Maßnahmen für den Klimaschutz erst einmal aufschieben. So lauten kurz gefasst die Kernthesen aus dem gerade erschienenen Buch „Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet” von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning.

    Der Leiter des Energiereferats der Stadt Frankfurt am Main, Werner Neumann, setzt den Thesen seine Argumente entgegen “Sicher gibt es eine kleine Wahrscheinlichkeit, dass einige der Thesen stimmen. Die Fachwelt im IPCC betont auch, dass ihre Vorhersagen nur Wahrscheinlichkeitsaussagen sind.”

    Ein starker Klimawandel, der im wesentlichen verursacht wird durch die Freisetzung von Treibhausgasen und durch die Abholzung von Wäldern unter Berücksichtigung von Sonnenaktivitäten wird durch das IPCC – den Internationalen Klimarat – mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhergesagt. Neumann: “Würde wir uns auf Vahrenholt verlassen und Maßnahmen zum Klimaschutz reduzieren oder gar einstellen, könnte die Menschheit sich vielleicht im Jahr 2100 freuen und ihm posthum danken, dass ihr ein gewisser Aufwand erspart blieb. Doch die Wahrscheinlichkeit ist gering.

    Umgekehrt sei das Problem, so Neumann: “Wenn seine Thesen nicht stimmen, sind die Schäden durch den bis dahin eingetretenen Klimawandel (und entsprechende Schäden an der Menschheit, Natur und Gütern) nicht mehr rückgängig zu machen.” Und diese Wahrscheinlichkeit sei deutlich höher.

    Noch nie traf ein Buch zum Klimawandel so schnell auf eine so breite Kritik. Reihenweise haben Fachwissenschaftler und Fachjournalisten seine Thesen widerlegt. Vahrenholt tritt in die Fußstapfen vieler „Klimaskeptiker“. Im Internet sind nicht nur Vahrenholts Thesen dargestellt, sondern zugleich auch umfangreiche Kritik und Widerlegungen.

    Egal, wer am Ende Recht behalten wird. Eine Gewissheit bleibt in jedem Fall: Die meisten Maßnahmen zum Klimaschutz sparen Energie und Geld, schaffen neue Arbeitsplätze, verringern die Abhängigkeit von Energieimporten mit steigenden Preisen, reagieren auf schwindende Ressourcen, vermindern den Druck, Erdöl und Erdgas mit hoch umweltbelastenden Methoden zu fördern, und erhöhen nicht zuletzt den Wohn- und Lebenskomfort.

    Es ist deshalb in jedem Fall sinnvoll, weniger Energie zu verwenden, den Strom und die Kohle von Vahrenholts RWE oder anderen Lieferanten in der Steckdose zu lassen und erneuerbare Energien auszubauen – selbst wenn es das Weltklimaproblem nicht gäbe.

    Die Stadt Frankfurt und viele andere Städte werden ihre Klimaschutzpolitik fortsetzen.

    Hinweise zu Angeboten der Klimaschutzpolitik in Frankfurt am Main:

    www.frankfurt-spart-strom.de                                    www.kwk-kampagne-frankfurt.de

    www.energiepunkt-frankfurt.de                                 www.energiereferat.stadt-frankfurt.de

    Pressestimmen und Internetportale zu “Die kalte Sonne” :

    Am schnellsten hat die ZEIT reagiert:
    Zur Person Fritz Vahrenholt – Der Störenfritz des Klimafriedens– Was treibt Vahrenholt an?
    http://www.zeit.de/2012/07/Klimawandel-Vahrenholt

    ZEIT – Sieben Thesen von Vahrenholt werden hier widerlegt:
    http://www.zeit.de/2012/07/Klimawandel-Fakten

    Die Süddeutsche Zeitung widmet sich besonders der These mit der Sonnenaktivität:
    Christoph Schrader- Welche Rolle spielt die Sonne – Sonnenzyklus spielt nur eine Nebenrolle
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/klimawandel-welche-rolle-spielt-die-sonne-wirklich-1.1278293-2

    Dr. Georg Feulner vom Potsdam Institut antwortet auf Fragen zu Vahrenholts Thesen
    http://www.n-tv.de/wissen/Es-wird-weiterhin-waermer-article5461371.html

    Das Portal Klimaretter geht ausführlich in Faktenchecks auf die Vahrenholts Thesen ein:

    http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/10526-fritz-vahrenholt-rwe-die-kalte-sonne-faktencheck

    http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/10538-fritz-vahrenholt-im-faktencheck-2

    http://www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/10506-qnatuerlich-haben-wir-sachen-weggelassenq

    und fragt auch, warum eine so seriöse Zeitung wie die BILD-Zeitung falsche Thesen verbreitet:

    http://www.klima-luegendetektor.de/2012/02/09/bild-vahrenholt-die-luge-von-der-co2-luge/

    Empfehlenswert sind immer die Informationen des Potsdam-Instituts

    http://www.pik-potsdam.de/

    http://www.pik-potsdam.de/~stefan/

    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/

    http://www.scilogs.de/wblogs/blog/klimalounge/mechanismen/2012-02-03/sibirische-kaelte-vahrenholt

    Grundlegende wissenschaftliche Ausarbeitungen des Weltklimarats:

    http://www.ipcc.ch/

    Die European Climate Foundation geht auf die meist erwähnten Argumente ein:
    www.klimafakten.de

    Das Umweltbundesamt widmet sich schon sein langer Zeit den „Klimaskeptikern“
    http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/klimaaenderungen/faq/skeptiker.htm

    .

    Link zum Artikel: http://www.ip-building.de/w/7104/fritz-vahrenholt-und-die-kalte-sonne/