Die nachhaltige, lebenswerte Stadt – Prof. Herbert Dreiseitl

In seinem Beitrag “Die nachhaltige Stadt” zur Arena Zukunftsstadt des 9. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik mit dem Thema “Städtische Energien – Integration leben” sprach Prof. Herbert Dreiseitl über die lebenswerte Stadt, ein Thema welches ihn schon lange beschäftigt.

Dreiseitl beschäftigt zentral neben der Frage, was eine lebenswerte Stadt ausmacht, wie man Projekte erfolgreich macht, also Menschen, inbesondere Entscheider, überzeugt. Er kritisiert vor Allem die Denkweise der smart city bzw. der smart solutions, dass die Technik schon die Lösung bringen wird. Nach Dreiseitl hat Technik auch den Effekt, oder zumindest das Potential, dass sie Menschen isoliert.

Kultur & Soziales als Erfolgsfaktor von Städten

Interessant und innovativ sind seiner Ansicht nach vor Allem diverse Städte. Wesentlich für Erfolg von Städten sind hierfür soziale und kulturelle Aspekte. Hierunter fällt auch ein strategisches Wassermanagement mit einer Stadt, die Verbindung zu Menschen hat. Als Beispiel hierfür stellte Dreiseitl den Übergang von trennenden Kanälen für Wasserabfuhr hin zu wasserorientierten Biotopen in der Stadt vor, die einen sozialen Raum für Menschen bilden um innerhalb der Stadt mit der Natur in Verbindung zu treten, und somit nicht nur die Lebensqualität in der Stadt, sondern auch die Beziehung der Menschen zur Natur und untereinander verbessern.

Integratives Denken in der Städteplanung

Eines der großen Probleme ist nach Dreiseitl, dass oft von Integration geredet wird, aber sehr in einzelnen Finanz- & Ressourtsilos, und selten integrativ, gedacht wird. Dieses Denken ist für ihn zu sektoral und läßt keine Vernetzung zu. Als Herausforderung sieht er, dass die Stadt der Zukunft auf kleinem Raum viel zusammenbringen muss. Hierfür braucht sie ein Bild wo es hin geht.
Bei der Stadtarchitektur darf nach Dreiseitl weiterhin die Ästhetik nicht vergessen werden, da diese die Motivation der Bürger zu Veränderungen anspricht.

Weiterhin warn er davor, Stadtplanung von oben zu machen, da diese so nicht funktioniert, und (auch) von unten, insbesondern inkrementell, laufen muss.

 

Dass integrative Städteplanung nur im Dialog funktioniert ist schon seit langem unsere Überzeugung. Treten Sie hier mit uns in Dialog.